| Die Feuerwehr Kirchheim nach der Jahrhundertwende bis heute |
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Alle Feuerwehrkameraden qualifizieren sich permanent in vielen Übungsstunden und Leistungsprüfungen und viele besitzen das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold. Seit dem Jahr 2001 verrichtet Martina Hischer als erste weibliche Maschinistin ihren Dienst bei der Feuerwehr Kirchheim. Der personelle Ausbildungsstand und die technische Ausrüstung unserer Wehr befinden sich somit heute auf hohem Niveau. Der Feuerwehrnachwuchs rekrutiert sich aus der 1990 gegründeten Jugendfeuerwehr, die am 1. April 2002 einen Personalstand von 12 Nachwuchsfeuerwehrmitgliedern aufwies. Darunter befindet sich auch die erste Frau der Kirchheimer Wehr, die Tochter des derzeitigen 2. Kommandanten, Bettina Grabler. Die Jugendfeuerwehr wird vom Jugendwart, derzeit Franz Fischer, geführt, der den Feuerwehrnachwuchs nicht nur fachmännisch ausbildet, sondern auch gemeinsame Freizeitaktivitäten organisiert. Zum 10jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Kirchheim wurde im Ort der Kreisjugendfeuerwehrtag ausgerichtet. Hier konnte man sich nicht nur einen Überblick über den Leistungsstand der Nachwuchsorganisation verschaffen, sondern auch Vorführungen der Hubschrauberstaffel der Polizei und des Rettungsdienstes oder Feuerwehrfahrzeuge des Flughafens München-Erding oder des Fliegerhorstes Erding bestaunen.
Das Schmuckstück unserer Wehr ist derzeit das Mehrzweckfahrzeug (MZF), das 2003 nach dem Unfall des alten MZF angeschafft wurde und seither als Einsatzleitwagen dient. Hierbei handelt es sich um ein von der Firma Furtner & Ammer auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinter 313 CDI mit modernster Technik ausgestattetes Fahrzeug. Bei Einsätzen fährt in der Regel das MZF voraus und ermöglicht so dem Einsatzleiter vor dem Eintreffen der restlichen Fahrzeuge die Lage an der Einsatzstelle zu erkunden. Es kann zudem bis zu 7 Personen zur Einsatzstelle befördern. Mit der zunehmenden Industrialisierung und Technisierung treten die reinen Brandeinsätze mehr und mehr in den Hintergrund. Von den bereits erwähnten 61 Alarmierungen 1982 entfielen nur noch 9 auf Brände. Der Rest verteilte sich auf 12 Verkehrsunfälle, 32 sonstige Hilfeleistungen und 8 Fehlalarme. Im Jahr 2001 wurden die Floriansjünger zu 87 Einsätzen gerufen, die sich auf 4 Brandeinsätze, 70 technische Hilfeleistungen, 6 Veranstaltungswachen und 7 Fehlalarmierungen aufteilen. Gerade die häufigen Fehlalarme sind für die Feuerwehr besonders ärgerlich und auch gefährlich, weil jeder Feuerwehrmann bei einem Alarm seine Tätigkeit, die er gerade verrichtet, liegen und stehen lässt, um zum Wohle der Nächsten seinen Dienst zu verrichten. Durch Demotivation besteht die Gefahr einer nachlassenden Einsatzbereitschaft. 2008 wurde die Feuerwehr Kirchheim insgesamt zu 91 Einsätzen gerufen, die sich auf 8 Brandeinsätze, 74 Technische Hilfeleistungen, 6 Sicherheitswachen und nur noch 3 Fehlalarmen aufteilen. Die Anforderungen werden sich auch weiterhin ändern und unser Ehrgeiz wird es sein, diesen Aufgaben jederzeit voll gerecht zu werden. Unter der fachkundigen Führung des derzeitigen Kommandanten Franz Fischer werden unsere aktiven Mitglieder auch weiterhin bereit sein, ihre Arbeitskraft, ihre Freizeit und ihr Fachwissen uneigennützig der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dankbar dürfen wir auch die stets wohlwollende Unterstützung durch die Gemeinde, jetzt unter Bürgermeister Heinz Hilger, erwähnen. Dieser und die Gemeinderäte, bei denen zu jeder Zeit auch aktive Feuerwehrmänner vertreten waren, zeigten stets ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr. Bei den nunmehr geschaffenen idealen Voraussetzungen sind die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim auch weiterhin bereit, selbstlos in Not geratenen Mitmenschen zu helfen - getreu dem Wahlspruch auf unserer Fahne: Helfen in Not - ist unser Gebot
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Am 20. Oktober 2001 wurde schließlich das neue Löschgruppenfahrzeug 16/12 feierlich eingeweiht. Hier handelt es sich um ein von der Firma Ziegler auf Basis eines Mercedes Benz Atego mit modernster Technik ausgestattetes Löschfahrzeug, das durch den derzeit amtierenden Kommandanten Alois Erl als Ersatzbeschaffung für das bereits 31 Jahre alte LF 16 in Betrieb genommen wurde. Es bietet durch das neue Löschmittel CAFS die Möglichkeit, bei Löscheinsätzen durch das Schaum-Wasser-Luftgemisch Folgeschäden durch Wasser deutlich zu reduzieren. Anlässlich des zur Einweihungsfeier stattgefundenen Tags der offenen Tür konnten interessierte Bürger dieses Fahrzeug in Augenschein nehmen und sich fachkundig erklären lassen. Zur technischen Ausrüstung zählen derzeit neben den bereits erwähnten Fahrzeugen eine Ausrüstung für schweren Atemschutz, drei Rettungsscheren und –spreizer, Gaspürgeräte, vier Notstromaggregate, einen Defibrillator, Chemieschutzanzüge, eine Wärmebildkamera und andere Kleingeräte. Diese Geräte stellen keine Statussymbole einer ehrgeizigen Feuerwehr dar, sondern werden in der täglichen Praxis immer wieder benötigt, um Personen- oder Sachschäden zu verhindern oder wenigstens zu minimieren.